MÜNCHEN MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE

 München Museum für Völkerkunde 1

Sufi Poster Art aus Pakistan

Studioausstellung der Orient-Abteilung in der Ravi Gallery

Laufzeit vom 6. Mai 2008 bis 02. Mai 2010

In Pakistan, dem zweitgrößten Land der muslimischen Welt und Kerngebiet des Sufismus (islamische Mystik), spielt die volkstümliche Verehrung charismatischer Heiliger eine außerordentliche Rolle. Zeitgenössische Poster-Porträts, die diese „Freunde Gottes“ und ihre Mausoleen abbilden, sind wichtige Medien der Frömmigkeit. Im Gegensatz zur allgemeinen islamischen Vermeidung figurativer Darstellungen orientiert sich der lebendige Schrein-Islam Pakistans an Bildern. „Persönlichkeitsposter“ berühmter Sufi-Heiliger sind konkrete bildliche Manifestationen, die heute in die Kultur des Massenkonsums eingebunden sind, aber dennoch ein reiches Archiv des visuellen Gedächtnisses bewahren.

Das Völkerkundemuseum zeigt eine Auswahl seiner weltweit einzigartigen Sammlung dieser populären farbenfrohen Bildkunst.



Entstanden im Feuer
Keramik- und Bronze-Objekte von Gerd Knäpper

München Knaepper

Laufzeit vom 28. Mai bis 27. September 2009

1943 in Wuppertal geboren, fand Gerd Knäpper nach langen Wanderjahren durch Europa und die USA in den sechziger Jahren in Japan eine neue Heimat. Er arbeitete bei verschiedenen Töpfermeistern und gründete schließlich im berühmten Töpferort Mashiko eine eigene Werkstatt. Seinen Durchbruch als europäischer Keramiker in Japan hatte Gerd Knäpper 1971, als er in einem Wettbewerb traditioneller japanischer Keramik, zu dem die Stücke anonym eingereicht wurden, den ersten Preis unter 500 eingereichten Arbeiten gewann – eine Sensation! Knäpper nahm Anregungen aus der frühgeschichtlichen Jomon-Keramik und der traditionellen japanischen Keramik auf und schuf durch geometrische Umformung und Vereinfachung sein Markenzeichen: Parallelstrichmuster werden halbkreisförmig übereinandergesetzt oder spiralförmig in das Gefäß einkerbt, wobei die Keramiken überwiegend mit natürlicher Ascheglasur versehen sind.
Neben hohen Gefäßen und Vasen stehen große runde Schalen von bis zu 60 cm Durchmesser. Auch hier kerbt Knäpper die Muster in die Oberfläche ein, wobeiübereinander gelagerte Wellenformen oder aus der Mitte heraus laufende fächerartige Motive charakteristisch sind. Ein weiteres Arbeitsgebiet sind die bei der Teezeremonie verwendeten Gefäße.

In Japan genießt Gerd Knäpper als bildender Künstler großes Ansehen: 1986 wurde ihm aus Anlass der 25. Ausstellung » Japan – zeitgenössisches Kunst-Kunsthandwerk« die Auszeichnung des japanischen Premierministers verliehen.



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Mazu – Chinesische Göttin der Seefahrt
Kolorierte Holzschnitte von Lin Chih-hsin
Begleitet von Pilgerstäben des Künstlers Ludwig Denk

Laufzeit vom 11. Februar bis 04. Oktober 2009

Lin Chih-hsin (geb. 1936 im Südwesten Taiwans) vollendete das weltweit einmalige Werk "Die feierliche Begrüßung der Mazu" nach 20jähriger Arbeit im Jahr 1996.
Die höchst sehenswerte 124 Meter lange kolorierte Holzschnittfolge zeigt in farbenfrohen Abbildungen eine Prozession zu Ehren von Mazu, der taiwanesische Göttin der Seefahrt. Alljährlich finden in Südostchina und auf Taiwan Anfang Mai prachtvolle Tempelfeste und feierliche Prozessionszüge zu Ehren des Geburtstages der Göttin Mazu (Ma-tsu) statt, die der Legende nach im 10. Jahrhundert auf der Insel Meizhou lebte. Als Schutzgöttin wurde und wird Mazu besonders von Seeleuten und den Bewohnern der Küstengebiete Chinas und Taiwans verehrt. Sie gilt als barmherzige Göttin und allgemeine Nothelferin, die unter anderem auch Reichtum und Kindersegen spendet.

Pilgerstäbe von Ludwig Denk
Der Pilgerstab ist nicht nur ein Attribut des Pilgers, er ist auch ein Symbol für die lebenslange Reise des Menschen durch Raum und Zeit und verbindet Himmel und Erde.
Für den Künstler Ludwig Denk (geb. 1938 in Deggenau/Bayerischer Wald) entstand aus den beiden Begriffen – Attribut und Symbol – die Idee, das Thema "Pilgerstäbe" künstlerisch und kulturenübergreifend umzusetzen. Das vielfältige Ergebnis dieser sich über die letzten zehn Jahre erstreckenden Arbeit ist in der Ausstellung zu bewundern.



Staatliches Museum für Völkerkunde

Maximilianstraße 42
D-80538 München
Tel.: +49-(0)89- 2101 36 100

Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag: 9.30 - 17.15 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene: € 3,00; ermäßigt: € 2,00 Kinder bis 15 Jahre und Schulklassen frei Sonntags freier Eintritt in den Dauerausstellungen



Herausgeber © Museum der Weltkulturen, Frankfurt a. M. 2008

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