ZÜRICH MUSEUM RIETBERG

Rietberg Rajasthan

Rajasthan – Könige und Krieger
Park-Villa Rieter
Laufzeit vom 5. Mai 2009 bis 10. Januar 2010

Rajasthan, das «Land der Könige», befindet sich im nordwest­lichen Teil Indiens, zwischen Delhi und dem heutigen Pakistan. Ursprünglich erstreckte sich das Einflussgebiet der Königssöhne (Kriegerkaste der Rajputen) auf ein weit grösseres Gebiet. Mit dem Einfall der muslimischen Mogul-Herrscher sahen sich die hinduistischen Fürsten jedoch gezwungen, Allianzen mit der neuen Grossmacht einzugehen.

Die Ateliers an den Fürstenhöfen in Bundi, Kota, Udaipur, Jaipur und Jodhpur wurden mit stilistischen Innovationen der Malerei am Mogul-Hof konfrontiert. Die Künstler schufen davon beeinflusst meist religiöse Bildserien, welche ihren lokalen Malereistil mit dem naturalistischeren der Mogulen kombinierte.



Schweizer Fassnacht - Indische Rituale

Laufzeit vom 17. Mai bis 18. Oktober 2009

Präsentation von zwei Maskensammlungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten:

Das Museum Rietberg ist berühmt für seine qualitätsvollen Masken aus allen Weltgegenden. Unter dem Titel «Spiel der Masken» werden nun zwei Maskensammlungen der Öffentlichkeit präsentiert: Ritualmasken aus Südindien und Fastnachtsmasken aus der Schweiz.

Letztere gehören zum ältesten Sammlungsbestand des Museums. Die Schweizer Masken wurden vor mehr als 40 Jahren letztmals als Ganzes ausgestellt. Jetzt sind sie als fester Bestandteil in der Dauerausstellung zu bestaunen. Die indischen Ritualmasken fanden hingegen erst vor kurzem Eingang ins Museum. Anlässlich einer Sonderausstellung werden sie dem Publikum erstmals vorgestellt.

Wenn Masken tanzen

ZürichIndien Maske

Bronzekunst aus Südindien

Im Tulu-Gebiet, im Südwesten Indiens, finden alljährlich Feste für die lokalen Götter statt. Spektakulär geschminkt, begeben sich Maskentänzer im nächtlichen Schein der Fackeln in Trance und verkörpern die Götter. Sie nehmen dann Opfer und Wünsche an, sprechen Recht, heilen Krankheiten und untermauern die lokalen Machtverhältnisse im Dorf.

2007 erhielt das Museum Rietberg eine Sammlung von über fünfzig Masken und Skulpturen von Heidi und Hans Kaufmann geschenkt. Dank dieser Schenkung kann sich das Museum Rietberg dem bisher weltweit kaum beachteten Thema «Volkskunst» in einer Sonderausstellung vertieft zuwenden. Die Objekte, welche Butas, lokale Götter und Heroen, repräsentieren, werden noch heute gefertigt und in Ritualen verwendet.



Fastnachtsmasken aus der Schweiz

Zürich Masken Fassnacht

Butzi, Chrottni, Tschäggätä, Rinderi und Schlumpf: Jede Fastnachtshochburg der Schweiz besitzt ihre eigene Maskentradition. Während man in der Innerschweiz und auch im Sarganserland vor allem das kari kierte, klar erkennbare Menschengesicht darstellt, sind die Lötschentaler Masken keine Abbilder bestimmter Menschen, sondern leben von ihrer expressiven Formgebung.

Die bedeutendste Sammlung alter Schweizer Masken wurde vor über 40 Jahren das letzte Mal als Ganzes ausgestellt. Neu sind sie fester Bestandteil der Dauerausstellung.





Luo Ping (1733–1799) – Visionen eines Exzentrikers

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Laufzeit 9. April bis 12. Juli 2009

Luo Pings Leben beginnt elend. Sein Vater stirbt, als er ein Jahr alt ist, seine Mutter kurz danach. Der Waise gilt allerdings schon in jungen Jahren als Dichtertalent und erhält Zugang zu den exklusiven Künstlerkreisen seiner Heimatstadt Yangzhou. Mit neunzehn vermählt er sich – eine Liebesheirat mit der Dichterin und Malerin Fang Wanyi (1732–1779). Auch ihre Tochter und ihre beiden Söhne werden später Maler, und Darstellungen von Pflaumenblüten werden zum Markenzeichen dieser Künstlerfamilie.

Fünf Jahre nach der Hochzeit begegnet Luo dem Mann, der sein Leben verändert. Es ist der landesweit berühmte Dichter, Künstler und Lebemann Jin Nong (1687–1763). Der vierschrötige, 70-jährige Meister fasst Zuneigung zum jungen Talent. Dieser lässt sich von der emotionalen und expressiven Kunst seines Mentors inspirieren. Luo malt auch Bilder für den Alten, der diese mit seinem Namen signiert und verkauft. Nach sechs Jahren intensiver Zusammenarbeit stirbt Jin Nong, und Luo beerdigt ihn voller Pietät, als wäre er sein Vater gewesen.

In der zweiten Lebenshälfte besucht Luo oft die Hauptstadt Beijing und sorgt dort in der mondänen Kulturszene für Furore. Auf eine lange Bildrolle, die er allen zeigt, hat er Geister gemalt und behauptet, solche Wesen selbst gesehen zu haben: "Einige entblössen Zähne wie riesengrosse Melonenkerne und haben Finger dick wie Schenkel." Luo stirbt hochangesehen im Alter von 66. Zeit seines Lebens sah er sich als genügsamen Buddhisten und zeichnete mit dem Namen "Der Mönch vom Blumentempel".

Die zwei bedeutendsten Museen in China, das Palastmuseum in Beijing und das Museum Shanghai, sowie das Metropolitan Museum of Art in New York haben sich unter der Regie des Museums Rietberg zusammengeschlossen, das Werk dieses herausragenden chinesischen Künstlers des 18. Jahrhunderts erstmals umfassend zu würdigen. Im Herbst 2009 wird die Ausstellung auch im Metropolitan Museum of Art in New York gezeigt.




Museum Rietberg Zürich

Gablerstrasse 15
CH-8002 Zürich
Tel. + 41 (0)1 206 31 31

Villa Wesendonck: Hauptgebäude, Cafeteria, Shop
Park-Villa Rieter: Vortragssaal
Haus zum Kiel: Sonderausstellungen
Hirschengraben 20 (beim Kunsthaus)
CH-8001 Zürich
Tel. + 41 (0)1 261 96 52

Öffnungszeiten

Di – So 10–17 Uhr
Mi und Do 10 – 20 Uhr
Montag geschlossen



Herausgeber © Museum der Weltkulturen, Frankfurt a. M. 2008

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